Sonntag, 5. Februar 2012

Altersvorsorge in Deutschland - Geringes Interesse an Vorsorgeprodukten

Immer mehr Deutsche gehen davon aus, dass sie sich im Alter finanziell einschränken müssen. Dennoch kümmern sich nur die wenigsten Bürger um eine private Altersvorsorge. Laut einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach rechnen die Deutschen im Schnitt mit einer Rentenlücke von rund 600 Euro. Von zehn Befragten bezeichneten immerhin vier Personen die eigene Altersvorsorge als unzureichend. Die Befragung hatte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Auftrag gegeben, die Ergebnisse wurden am Donnerstag in Berlin präsentiert.In Zeiten der Eurokrise wollen sich viele nicht um langfristige Spar- und Vorsorgepläne kümmern. Gerade einmal ein Viertel der Befragten ist bereit, für das Alter vorzusorgen, lediglich 15 Prozent haben sich für das Jahr 2012 vorgenommen, etwas für die eigene Vorsorge zu tun. Insbesondere junge Menschen und Geringverdiener können sich häufig gar keine Rücklagen erlauben. Der Vorsitzende des GDV-Hauptausschusses Lebensversicherung, Dr. Maximilian Zimmerer, betonte jedoch, dass sich gerade die jüngere Generation rechtzeitig um ihre künftigen Rentenleistungen kümmern sollte. Wer die eigene Altersvorsorge frühzeitig angeht, kann mit deutlich niedrigeren Aufwendungen rechnen. Um mehr Menschen für eine private Altersvorsorge zu motivieren, plädierte Zimmerer für mehr Transparenz rund um das Thema Vorsorge. Viele Deutsche wissen nicht, welche Altersvorsorgeansprüche und -möglichkeiten überhaupt bestehen.